Schulausschuss setzt Sondersitzung an

Schulausschuss setzt Sondersitzung an
RGA - Remscheider General-Anzeiger vom 12.01.2018

Politik über Verteilung der Schulneulinge uneins.

Der Schulausschuss segnete die Anmeldungen der Schulneulinge für 2018/19 mit einer zusätzlichen Eingangsklasse in der Franziskus-Verbundschule nicht ab. Bei der Sitzung im Historischen Zentrum blockierten SPD, WiR, Linke und Grüne eine Entscheidung über die Verwaltungsvorlage. Mit 7:6-Stimmen wurde eine Sondersitzung durchgesetzt. Am 30. Januar (18 Uhr; Rathaus) wird diese stattfinden.

Schulrätin Brigitte Dörpinghaus hatte zuvor eindringlich gewarnt: „Eine Vertagung der Vorlage wäre eine Katastrophe.“ Die Eltern bräuchten Klarheit.“ Und, ebenso wichtig: „Der Elternwille ist für uns bindend“, meinte Dörpinghaus. Vor allem die SPD ließ sich auch nach einer Unterbrechung der Sitzung nicht erweichen. Sprecherin Erden Ankay-Nachtwein monierte, dass ihre Partei aufgrund der Kürze der Zeit das Zahlenmaterial nicht habe prüfen können.

Hintergrund der Bedenken ist die Situation in Lüttringhausen. Dort soll der Teilstandort der katholischen Franziskus-Schule, obwohl nur einzügig, einmalig eine zweite Eingangsklasse bilden dürfen. Die Anmeldungen geben es her. 45 Kinder wurden für den Teilstandort Lüttringhausen angemeldet. Gleichzeitig sahen die Befürworter einer Sondersitzung auch die kippelige Lage an der GGS Adolf-Clarenbach. Am Hauptstandort in der Pestalozzistraße stehen 30 i-Dötzchen auf der Liste. Dort könnten zwei kleine Klassen gebildet werden, wenn alles so bleibt.

Springen Eltern ab, bliebe nur eine große Klasse mit 28 oder 29 Kindern an dem an sich zweizügigen Standort. „Adolf-Clarenbach ist für uns gefährdet“, sprach Ankay-Nachtwein. Eine Eingangsklasse mit 29 Schülern sei zu viel, auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass vielleicht Schüler des Gemeinsamen Lernens im Klassenverbund seien.

Die CDU wollte direkt abstimmen. Alexander Schmidt betonte: „Eine Vertagung wäre fatal. Eltern wollen Sicherheit.“ Dem pflichteten die Schulleiter Jörg Bergemann (Albert-Schweitzer-Realschule) und Silvia Siegemund (GGS Freiherr-vom-Stein) bei. Alle mahnenden Worte halfen nicht. Die Mehrheit wollte eine Vertagung – auf die Gefahr hin, dass sich in 14 Tagen an den Zahlen nichts geändert hat.

Autor: Andreas Weber

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