Sozialdezernent: Kita neben Schule ist ideal

Sozialdezernent: Kita neben Schule ist ideal
RGA - Remscheider General-Anzeiger vom 13.10.2017

Grünfläche und Bäume müssen weichen.
Größere Bauflächen in Lennep zu finden, ist ein Problem. Deshalb fiel es der Stadt schwer, adäquate Standorte für eine neue Kindertagesstätte zu finden. In Hackenberg wurde sie auf einer städtischen Grünfläche in unmittelbarer Nachbarschaft der Grundschule Hackenberg und der Kita Elterninitiative Hackenberg fündig.

In der Bezirksvertretung Lennep warb Kita-Projektplaner Werner Grimm für die viergruppige Einrichtung, die helfen soll, den eklatanten Mangel an Kita-Plätzen zu beheben. Die BV musste „ja“ sagen, weil in dem kleinen Park ein paar Bäume weichen müssen. Einstimmig sprach sie sich dafür aus. „Wenn für das DOC Bäume fallen, habe ich für eine Kita damit erst recht kein Problem“, erklärte Roland Kirchner.

Der Baukörper, von dem es bislang keine genauen Pläne gibt, wird im linken Bereich der Grünfläche angesiedelt, weil rechts des Spazierweges, der die Fläche durchschneidet, unterirdisch ein Mischwasserkanal verläuft. „Der darf nicht überbaut werden“, meinte Grimm.

BV-Vertreter Kirchner wollte wissen, ob eine gemeinsame Außenfläche beider Kitas möglich sei. Werner Grimm verneinte: „Das Landesjugendamt verlangt in seinen Bestimmungen zwei separate Außenflächen. Das hat zum einen mit der Aufsichtspflicht zu tun, zum anderen, dass pro Kind 10 bis 12 Quadratmeter Außenfläche veranschlagt werden.“ Da beide Kitas um die 80 Kinder hätten, sei dies nicht darstellbar.

Am Höhenweg könnte eine Waldgruppe entstehen
Das Grundstück, das die Stadt an einen Investor auf Erbbaurecht abtritt, empfindet Sozialdezernent Thomas Neuhaus nicht als zweitbeste Lösung. „Eine Kita neben einer Schule ist für mich ideal.“ Unter den acht neuen Einrichtungen, die bis 2020 in Remscheid geplant sind, wird es an der Dörpfeldschule eine ähnliche Andockung wie in Hackenberg geben.

BV-Vorsitzender Markus Kötter wollte wissen, ob es nicht eine Alternative gibt in Lennep. Werner Grimm entgegnete, dass ein größerer, potenzieller Standort weggebrochen sei, nachdem die evangelische Gemeinde am Höhenweg einen Standort an die Freikirche veräußert hatte. Ein gemeinnütziger Verein, der der Freikirche angegliedert sei, denke aber darüber nach, dort eine Waldgruppe einzurichten.

Der dringend benötigte zweite Standort für die 194 fehlenden Plätze in Lennep bleibt deshalb offen. „Es gibt eine Option, die ist aber mit Fragezeichen versehen“, deutete Grimm an.

Autor: Andreas Weber