Hintergründe: Pro Moschee - ohne Muezzinruf

Hintergründe: Pro Moschee - ohne Muezzinruf 13.01.2012

Immer dann, wenn es in Deutschland um den Neubau einer Moschee geht, erhitzt die Frage: „Ob mit oder ohne Minarett und dem öffentlichen Ruf des Muezzin“ gebaut wird, die Gemüter.
 
Zur geplanten Moschee in Remscheid an der Weststraße hat der Betreiber, die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB), schon bei der ersten öffentlichen Vorstellung des Projektes erklärt, auf den Ruf des Muezzin zu verzichten. 

             Es ist also ein so genanntes „Stilles Minarett“ geplant.

Das ist ein Zugeständnis an die nichtmuslimische Bevölkerung, welches wir ausdrücklich begrüßen. Diese Ankündigung hat mit Sicherheit dazu beigetragen, dass der Bau an der Weststraße weitgehend von der Remscheider Bevölkerung akzeptiert wird.
 

  • Was ist ein „stilles Minarett“? Es bedeutet, dass weder der Muezzin noch eine Lautsprecheranlage zu den Gebeten rufen wird.

Nachdem die klare Aussage von der DITIB gemacht wurde, haben wir in einem Schreiben der DITIB unsere volle Unterstützung angeboten und um einen Gesprächstermin gebeten. W.i.R. wollten klären, wie die Zusage, ein „Stilles Minarett“ umzusetzen, rechtlich verbindlich und unumkehrbar realisiert werden kann. Auf dieses Schreiben und zweimalige freundliche Erinnerung gab es keinerlei Reaktion.

Da in diesen Tagen der Bauantrag eingereicht wird und in der Regel nach 3 Monaten beschieden werden muss, haben wir um Klarheit zu schaffen, (leider) den politischen Weg in Form eines Antrages  beschritten. Wir hätten uns gewünscht, dass der Betreiber selbst nach rechtlich verbindlichen Wegen gesucht hätte.

Natürlich könnte man sagen, die DITIB hat eine Zusage gemacht. Warum also noch eine vertragliche Regelung? Unsere Antwort ist da eindeutig: Was heute gilt, muss auch morgen und übermorgen gelten!

Wir geben zu, dass uns auch das Kölner Beispiel zu dem Antrag bewegt hat. Hier nur 2 Artikel aus dem Kölner Express:

Es gibt aber auch Beispiele, wo einvernehmlich und rechtlich wasserdicht auf den Ruf des Muezzin verzichtet wurde:

 





Kommentare

Das Verhalten der DITIB, die

Das Verhalten der DITIB, die Bitte der W.i.R. um Gesprächstermin glatt zu ignorieren und auch auf zwei Erinnerungen nicht im Geringsten zu reagieren, lässt schlimmes vermuten. Längst ist es nicht mehr der vielzitierte Honsberg, in dem sich türkische Immigranten drängeln, sondern es ist der zentrumsnahe Stadtteil Stachelhausen, mit einem inzwischen mehr als 60%igen Anteil an Menschen mit "Migationshintergrund". In diesem Stadtteil sind über 50% der Immobilien in türkischen Besitz, dazu kommt in diesem Jahr ein großer türkischer Supermarkt, der den ehemaligen Kaufpark in der Alexanderstraße ablöst. Wenn dazu die Moschee in der Weststraße kommt, dann ist die islamische Majorität in diesem Stadtteil zwar noch nicht vollständig abgeschlossen, lässt jedoch die Folgerung zu, dass täglicher, fünfmaliger Muezzinruf keinen Widerstand bei dem bescheidenen Rest der "anderen" Bevölkerung hervorrufen wird. So können bürokratische und kirchlichen Integrationsfunktionäre in Ruhe weiterhin wohl alimentierte Existenzberechtigung mit falschzüngiger Sozialrethorik zum eigenen Wohl fortsetzen und durch ständig steigende Integrationsausgaben - zum Beispiel für Heiratsimmigration - kommunale Verschuldung weiter in die Höhe treiben. Daraus entsteht die Schlussfolgerung: Eine Integrationsindustrie, die Partikularinteressen präferiert, schadet nicht nur erfolgreicher Eingliederung, sondern den Interessen der gesamten Bevölkerung.

Versuchen wir doch einmal,

Versuchen wir doch einmal, die Sache pragmatisch zu betrachten.

1. Die geplante Moschee könnte architektonisch an dieser Stelle eine echte Bereicherung darstellen. Immer unter der Voraussetzung, dass sie am Ende auch so aussieht wie auf den Plänen. Jedenfalls gibt der jetzige Zustand des Geländes und des direkten Umfeldes keines Anlaß dazu, es in den Stand eines "Weltkulturerbes" so erheben. Es sei denn, man würde dort einen weiteren multikulturellen Tempel der Marken Aldi oder Lidl errichten. Die werden in Remscheid ja noch in jeder Seitenstraße dringendst benötigt.

2. Nun soll es aber eine schöne Moschee mit einem hohen Minarett werden.
Ein stilles Minarett oder besser gesagt, ein stummes? Denn ein stilles kann leise, muss also nicht unbedingt stumm sein. Wer will daher später alle möglichen juristischen Auseinandersetzungen darüber führen, welches denkbare Geräusch nun stumm, ruhig, still, leise, oder doch etwas lauter hörbar erschallen könnte? Ware da nicht "geräuschlos" eine salomonische Lösung? Der oder die Verursacher würden sonst vielleicht sagen: "Das ist doch still, jedenfalls nach unserem Empfinden und unserer Wahrnehmung." Dabei könnte man den Verursachern nicht einmal die Absicht unterstellen, vom "stillen Minarett" abgewichen zu sein. Es wäre nur nicht wasserdicht formuliert worden.

3. Die Übernahme und der Umbau des Kaufparks an der Alexanderstrasse durch einen Unternehmer mit Migrationshintergrund ist sehr zu begrüßen.
Wird dadurch doch eine weitere häßliche Brache im Quartier verhindert und gleichzeitig die Nahversorgung gesichert. Für die Bewohner von Honsberg, Kremenholl, Stachelhausen, Blumental und Osterbusch ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Unter diesem Aspekt auch eine durchaus sinnvolle Ergänzung zu der geplanten Moschee.

4. Dem Vernehmen nach soll der Unternehmer dafür auch seinen Standort am Anfang der Blumenstraße verlassen. Dass entbindet gleichzeitig die Ordnungskräfte der Stadt von ihrer schweren Aufgabe, an den dort ständig falsch parkenden Kundenfahrzeugen tatenlos vorbei zu schlendern, offenbar ohne zu bemerken, dass in diesem Bereich Halteverbot ist. So wäre mit dem Umzug zur Alexanderstraße vielen geholfen.

Mir gibt im Falle der Moschee allerdings eines sehr zu denken:
Warum antwortet die DITIB bisher nicht auf ein freundliches Schreiben mit einem sehr konkreten Lösungsvorschlag und zwei ebenso freundlichen Erinnerungen. Liegt das an Überarbeitung, Ratlosigkeit, Taktieren oder schlicht Unhöflichkeit? Was aber nun gar nicht typisch für die DITIB ist. Auch Sprachprobleme könnten in diesem Fall wohl kaum eine Rolle spielen.
Sollte die DITIB aber weiter dazu schweigen und sich damit vielleicht dem Verdacht aussetzen, es mit ihrem "stillen Minarett" nicht ehrlich zu meinen?
Dann spielen sie den rechten Gegnern, die ihr Erscheinen bereits mehrfach angekündigt haben, in die Karten. Das kann doch nicht das Ziel sein, oder?

Noch schwieriger wird es dann für Rat und Verwaltung, die in so einem Fall wohl keine deutlich formulierte Baugenehmigung für das "stille Minarett"
erteilen könnten?

Ich meine, die DITIB muss schnell, klar und unmisverändlich dazu Stellung nehmen, wenn sie nicht die einmalige Chance verapssen will, in Remscheid
ihren objektbezogenen Integrationswillen und ihre dauerhafte Integrations-
fähigkeit unter Beweis zu stellen. Sie sind am Zug!

Hans Gerd Göbert

Danke für einen ehrlichen

Danke für einen ehrlichen Kommentar.
Eigendlich gehört schon viel Mut zu diesem Schreiben.

Waterbölles ....Als der

Waterbölles ....Als der DTIB-Vorstand versicherte, keinen Muezzin-Ruf zu planen, war ich selbst unter den Zuhörern. Ich habe keinen Grund, an dieser Aussage zu zweifeln. #1.1 Lothar Kaiser am 21.01.2012 18:4 ------------------------------------------------------ "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten" - wir benötigen unsere Bauarbeiter...." Vor 50 Jahren predigte SED-Chef Walter Ulbricht den berühmt-berüchtigsten Satz seines Lebens. Jetzt streiten sich Historiker: Versprecher oder Strategie ? (Das zum Thema Gutgläubigkeit) mfg

Hallo Herr Kowakowski, aus

Hallo Herr Kowakowski, aus ihrem Text lese ich sehr viel Wut heraus. Ich kann es allerdings nicht nachvollziehen, wie Sie zum einen bemängeln, dass 50% der Immobilien in türkischer Besitz sind und zum anderen alimentierte Existenzberechtigung in den Mund nehmen? Haben Sie in Deutschland schon mal eine Immobilie gekauft? Das geht nämlich nicht ohne Eigenkapital - daraus schließe ich, dass alle türksichen Besitzer einer Arbeit nachgehen - Geld sparen und anschließend Immobilien kaufen. Das sind keineswegs irgendwelche Hartz4 Empfänger, sondern ehrlich arbeitende Menschen - DIE dem Wirtschaftsstandort Remscheid mit ehrlicher Arbeit dienen. Also, was ist genau ihr Problem?? Gönnen Sie diesen Menschen doch auch ein schönes Gotteshaus. Die Bude, die sie zur Zeit nutzen sieht doch wirklich nicht schön aus. Solange Sie niemanden stören ist doch alles bestens. Des Weiteres haben ich in Remscheid nicht das Gefühl, dass die Stimmung zwischen Türken und Deutschen angespannt wäre.

Es stört sich keiner an hohen

Es stört sich keiner an hohen Kirchtürmen, die bestenfalls jede Viertelstunde läuten, ob bei Tag oder bei Nacht. Warum sollte dann ein stilles Minarett stören. Ich möchte auch fast behaupten, dass Herr Kowakowski auch einen Migrationshintergrund hat, da diese Namen bekanntlich ursprünglich aus Osteuropa kommen. Warum also nicht einfach tolerant sein und jeden nach seiner Fasson leben lassen. Im übrigen werden Moscheen von Mitgliedern ihrer Glaubensgemeinschaft weit besser besucht als christlichen Gotteshäuser. Woran das wohl liegen mag?

Hallo Herr Sander, ich leben

Hallo Herr Sander, ich leben seit Jahrzehnten mitten unter friedlichen türkischen Mitbewohnern und kann daher Ihre Meinung zum Arbeitsfleiß bestätigen. Es ist auch keine Wut die mich zum Kommentar über DITIB, Moscheebau, Stadtteilentwicklung und Integrationspolitik veranlasst hat, sondern es ist zunehmender Ärger über Mangel an klaren Strukturen, die zu kritischen Entwicklungen führen, durch die sich "Eingeborene" alleingelassen und benachtei-ligt empfinden. Unser Grundgesetz garantiert ohne wenn und aber Religionsfreiheit. Dazu gehört auch das Recht auf Moscheebau. In diesem Sinne bin ich durchaus für den Bau der Moschee in der Weststraße, die nach klaren, gesetzlichen Vorgaben und dauerhaften Verzicht auf Muezzinruf erfolgen sollte. Es liegt also an Politik und Verwaltung, die Zusage der DITIB auf Verzicht des Muezzinrufs durch verbindliche vertragliche Regelung auf Dauer zu sichern. Zum besseren Verständnis zur Existenzberechtigung: Als sich vor zwei Jahren ein türkischer Mitbürger über den Kleingärtnerverein im Stadtpark beschwerte, der sein Aufnahme als Vereinsmitglied ablehnte, beantwortete der Vereinsvorsitzende mit bemerkenswerter Klarheit diesen Vorwurf fremdenfeindlichen Verhaltens wie folgt: "Wir haben bereits eine Reihe von türkischen Vereinsmitgliedern, die sich gegen noch mehr Mitglieder türkischer Nationalität mit der Begründung ausgesprochen haben, dass es auf die richtige Mischung in der Vereinsstruktur ankomme." Dem ist eigentlich nur noch die Aussage von Kardinal Meisner zuzufügen, der am 23. 12. 2011 in einem WDR-Interview zum Islam sagte: "Ich bin sehr dafür, dass jede Religion in Deutschland ihre Identität behält. Wir würden es allerdings auch sehr begrüßen, wenn die Christen in den islamischen Ländern mit der gleichen Großzügigkeit wie die Muslime in Deutschland behandelt würden."

Hallo Sander, mal völlig

Hallo Sander,

mal völlig losgelöst von Moschee und Minarett. Sind Sie sich eigentlich dessen bewusst, was Sie mit folgendem Satz losgetreten haben könnten:
"Das sind keineswegs irgendwelche Hartz 4-Empfänger, sondern ehrlich arbeitende Menschen." Darf ich daraus im Umkehrschluss vielleicht entmehmen,
dass für Sie Hartz 4-Empfänger keine ehrlich arbeitenden Menschen sind oder waren, bevor sie vielleicht durch sehr unglückliche Umstände arbeitslos und danach zu ALG II (im Volksmund Hartz 4)- Empfängern wurden? Das ist in hohem Maße eine Verunglimpfung deutscher Sozialhilfeempfänger, worunter auch zahlreiche Migranten sind. Und wenn diese vielfach Bedauernswerten
früher dem Wirtschaftsstandort Remscheid auch mit ehrlicher Arbeit gedient haben sollten, sind sie dann in Ihren Augen nur noch irgendwelche Hartz 4-Empfänger? Dann aber gute Nacht Marie.

Hans Gerd Göbert

werter H.Gast, wenn ich

werter H.Gast, wenn ich wüßte, mit wem ich es zu tun habe, würde ich liebend gern (vor allen) ihren letzten Satz beantworten.

Herr Schmid, Sie zitieren

Herr Schmid, Sie zitieren einen Lothar Kaiser der am 21.01.2012 um 18:40 geschrieben hat.
@Admin: Wo ist dieser Beitrag? Leider kann man den Pro-Moschee-Tenor dieses Kommentar-Bereichs nicht ernst nehmen, wenn wilkürlich Beiträge gelöscht werden.

Ich kenne hier keine Kirche,

Ich kenne hier keine Kirche, welche "bestenfalls" aller -vollen- Stunden noch bimmelt...! Aber das läßt sich ja durch eine Rücksprache mit den ev./kath. Pastoren in/aus RS beheben. Schließlich sind die auch für eine Bereicherung durch diese Religion.Die Herren sollten schon mal Stellung dazu nehmen. Wer Toleranz fordert, muß aus welche aufgeben. Ansonsten ist das "Gebimmel" akustisch schon ein Riesenunterschied zum Muezzingebet mit u. ohne Lautsprecher. Warum eigendlich gibt es keine Auseinandersetzungen mit der "buddhistischen Musik" in D ? Warum wohl. Nochmals - man soll es so machen wie zb von Anwälten bei Geschäften/Genehmigungen/Verträgen....udgl. angemahnt wird: SCHRIFTLICH. Somit ist jedem Recht getan. Ansonsten ist das Abstimmungsergebnis schon aussagekräftig genug. mfg

H.Müller auch rechte Leiste.

H.Müller auch rechte Leiste. nicht gelöscht. Hallo Herr Kowakowski, ich kenne Sie ........(....) Als der DTIB-Vorstand versicherte, keinen Muezzin-Ruf zu planen, war ich selbst unter den Zuhörern. Ich habe keinen Grund, an dieser Aussage zu zweifeln. #1.1 Lothar Kaiser am 21.01.2012 18:41 mfg

Hallo Herr Müller, zur

Hallo Herr Müller, zur Aufklärung: Herr Lothar Kaiser ist der Betreiber des kommunalpolitischen Forums Waterbölles (www.waterboelles.de). Herr Schmid hat einen Waterbölles-Kommentar von Herrn Kaiser kopiert und diesen in seinem Beitrag im aktuellen Diskussionsstrang vorangestellt. Hallo Herr Schmid, um eine faire und sachliche Diskussion zu gewährleisten, bitte ich Sie, Zitate als solche zu kennzeichnen und mit Quellenangabe zu versehen. Uli Frank

OK, ich nahm an dies mit

OK, ich nahm an dies mit diesem Verweis getan zuhaben: von hj schmid | 22. Januar 2012 - 19:18 Waterbölles ....Als der DTIB-Vorstand versicherte, keinen Muezzin-Ruf zu planen, war ich selbst unter den Zuhörern. Ich habe keinen Grund, an dieser Aussage zu zweifeln. #1.1 Lothar Kaiser am 21.01.2012 18:4 mfg

Hallo Herr

Hallo Herr Göbert,

entschludigen Sie diese Aussage. So, wie Sie es verstanden haben - meine ich es natürlich nicht!!!

VG
M. Sander